Nach dem Ersten Weltkrieg nutzen viele Frauen die neuen Berufsmöglichkeiten in der Filmindustrie. Sie werden als Drehbuchautorinnen, Kostümbildnerinnen oder Filmarchitektinnen, als Regisseurinnen oder Produzentinnen tätig, müssen in den Credits jedoch meist auf die Nennung ihres Vornamens verzichten. Mit Pioniergeist und Experimentierfreude erkunden sie das neue Medium. Wer waren diese Frauen und wie eroberten sie sich das neue Metier? Mit detektivischem Spürsinn haben die Autor*innen der von Daria Berten, Annika Haupts, Anna Heizmann und Kristina Jaspers herausgegebenen Publikation Weimar, weiblich. Filmpionierinnen des Kinos der Moderne (1918-1933) (München: edition text+kritik 2025) unbekannte Materialien in den Archiven ausfindig gemacht und das Thema in 46 Biografien und acht Essays neu erschlossen.
Daria Berten, Ausstellungskuratorin und Mitherausgeberin von „Weimar, weiblich“ stellt das Buch vor und liest aus bislang unveröffentlichten Dokumenten, Interviewauszügen und Selbstzeugnissen, um die filmschaffenden Frauen selbst zu Wort kommen zu lassen. Sie berichten von ihren Innovationen, von Erfolgen und Rückschlägen in der Filmbranche und geben damit Einblick in ein bislang kaum beleuchtetes Kapitel der deutschen Filmgeschichte.
Ein Kurzfilmprogramm mit Live-Musik von Marie-Luise Bolte spiegelt die Vielfalt ihrer Filmwerke.
Das Buch ist im Kino für 40 Euro erhältlich (solange Vorrat reicht), Daria Berten signert.
Produktion
2026
Formate
2D
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