Mit einem ausführlichen Einführungsvortrag von Prof. Dr. Henry Keazor (Bildwissenschaftler, Universität Heidelberg)!
METROPOLIS zählt - obwohl an den Kinokassen ein Flop - zu den Stummfilmklassikern schlechthin und ist als einziges Zelluloidabenteuer von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden. Nachdem 2008 die letzten verschollenen Fragmente des Meisterwerks gefunden wurden, feierte es 2010 auf der Berlinale in der rekonstruierten und restaurierten Fassung seine Premiere: Metropolis ist eine Zukunftsstadt, die nach totalitärem Muster arbeitet: Unter der Erde wohnende Maschinensklaven sorgen für die Infrastruktur, bis es zur Rebellion kommt. Eine Voraussage aller totalitärer Regimes, die sich in den 1920er Jahren etablierten. (j.p.)
Fritz Lang schuf mit METROPOLIS einen der aufwändigsten Filme der Stummfilmzeit und den ersten abendfüllenden Science-Fiction-Film, dessen Ausstattung, Tricktechnik und Spezialeffekte bis heute Vertreter des Genres inspirieren. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs und den revolutionären Unruhen lässt der Regisseur mit seinem Film die industrielle Moderne in einer dystopische Zukunftsversion münden. Eine von Technik dominierte Realität, in welcher der freie Mensch zum Diener seiner eigenen Erfindungen degradiert wird, mag für die meisten zeitgenössischen Kinobesucher befremdlich gewirkt haben, ist von unser heutigen Realität jedoch nicht mehr sonderlich weit entfernt. (FWMS)
Produktion
Deutschland 1927
Verleih
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Regie
Fritz Lang
Buch
Thea von Harbou, Fritz Lang
Formate
2D
Besetzung
Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Theodor Loos, Erwin Biswanger, Heinrich George
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