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MEGUMI HAYAKAWA: KURZFILMPROGRAMM MIT EINFÜHRUNG

  • 1h 30m

Der Silhouettenfilm ist heute bis auf die Werke der deutschen Pionierin Lotte Reiniger eine weitgehend in Vergessenheit geratene Animationstechnik. Dabei bedeutet die Darstellung durch Silhouetten zwar einerseits eine visuelle Einschränkung, doch andererseits ermöglicht sie poetische und pointierte Ausdrucksformen, die der Fantasie Freiräume lassen. So errang der von Reiniger beeinflusste japanische Animationskünstler Noburō Ōfuji (1900-1961) mit seinen Silhouettenfilmen in den 1950er-Jahren internationales Ansehen. Dennoch blieb diese Animationstechnik auch in Japan stets ein Randphänomen, überschattet vom Anime-Zeichentrickfilm. Dr. Megumi Hayakawa präsentiert selten gezeigte japanische Silhouettenfilme aus der Zeit bis in die 1950er-Jahre, mit dem Schwerpunkt auf Werken von Noburō Ōfuji.

Wir präsentieren Kurzfilme aus dem National Film Archive of Japan, u.a. A DAY AFTER A HUNDRED YEARS und KUJIRA!

Dr. Megumi Hayakawa ist Postdoktorandin am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich mit den Schwerpunkten Farbfilm- und Animationsforschung. Ihre Dissertation »Ästhetik und Funktion von Schatten im farbigen Zeichentrickfilm von 1932 bis 1942« entstand dort im Rahmen des durch den Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts »Autonome Filmfarben in Animation und digitaler Produktion. Ein interkultureller Vergleich«. Restauratorische und archivarische Erfahrung sammelte sie in Filmarchiven in Deutschland und Japan, darunter am DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum.

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