Kann diese Geschichte wahr sein? Und wenn ja, warum hat es fast 20 Jahre gedauert, bis sie endlich einer erzählt? Man zweifelt stark, wenn man Searching for Sugar Man sieht, und denkt an die vielen Mockumentaries und daran, wie leicht sich so etwas inszenieren lässt. Doch bei allen Fragen nach Wahrheit oder Wahrscheinlichkeit ist man erst mal ungeheuer bewegt von dieser merkwürdigen Lebensgeschichte. Da nimmt ein amerikanischer Singer-Songwriter Anfang der 70er Jahre zwei Platten auf, die gute Kritiken bekommen, aber das Publikum kaltlassen. Das Label kündigt den Vertrag, der Sänger mit dem für die Zeit unpopulären Latinonamen Rodriguez verschwindet in der Versenkung und schlägt sich in der Millionenstadt Detroit als Bauarbeiter durch. Was er nicht weiß: Zur gleichen Zeit gibt es eine Subkultur in Kapstadt und Johannesburg, die sich gegen das südafrikanische Apartheidregime aufzulehnen beginnt. Dieser Szene sprechen die Songs aus der Seele. Die Platten werden kopiert, verliehen, verschenkt und schließlich von drei verschiedenen Labels neu auf den Markt gebracht. Die geschätzte Verkaufssumme geht in Millionenhöhe. Rodriguez wird in Südafrika größer als Elvis. Doch weil der südafrikanische Staat sich nach außen abschottet, merkt niemand etwas davon. Und Rodriguez bleibt ein unbekannter Held. Gerüchte entstehen, er habe sich nach einem erfolglosen Konzert auf offener Bühne verbrannt, erschossen oder sonstwie das Leben genommen. Schließlich erscheinen ja keine weiteren Platten.
Produktion
Schweden 2012
Verleih
Rapid Eye Movies GmbH
Mitwirkender
Stephen Segerman, Dennis Coffey, Mike Theodore, Dan Dimaggio, Jerome Ferretti, Steve Rowland, Willem Möller, Craig Bartholomew-Strydrom
Musik
Sixto Rodriguez
Regie
Malik Bendjelloul
Buch
Malik Bendjelloul
Kamera
Camilla Skagerström
Formate
OmU
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